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Für wen gilt die Buchführungspflicht ?

Für wen gilt die Buchführungspflicht ?

Bevor wir uns angucken wer zur Buchführung verpflichtet ist,zeigen wir im ersten Schritt worum es hierbei überhaupt geht.


Die Buchführungspflicht umfasst:


- Die Pflicht zur Erstellung und Durchführung einer doppelten Buchführung


- Die Erstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung)


- Ermittlung des Gewinns nach § 4 Abs. 1 EStG – Betriebsvermögensvergleich

Die Gewinnermittlung kann generell auf zwei Weisen erfolgen

1. Per Vereinfachter Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

2. Per Bilanzierung/ Betriebsvermögensvergleich


Der Gewinn darf nur per vereinfachter EÜR ermittelt werden, wenn die Gewinnermittlung per Bilanzierung nicht verpflichtend gilt.

Wer ist zur Buchführung verpflichtet?

Kaufmann


Einzelunternehmen

Personengesellschaft

Kapitalgesellschaft 


Buchführungspflicht

Nicht-Kaufmann


Freiberufler

Land- und Forstwirte

Kleingewerbe

keine Buchführungspflicht

2 Ausnahmen der Buchführungspflicht

Einzelkaufleute, die in 2 aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr als 600.000 € Umsatz und 60.000 € Jahresüberschuss aufwiesen.


Gewerbliche Unternehmer, die nicht im Handelsregister stehen und weniger als 600.000 € Umsatz sowie  unter 60.000 € Gewinn vorweisen.

Übersicht Buchführungspflicht und Unternehmensform

Buchführungs

pflicht

handelsrecht

Steuerrecht

Nicht-Kaufmann

(Freiberufler,Kleingewerbe,Land-und Forstwirte)

Nein

Nein

Einzelkaufmann

Buchführungspflicht

Außer

Wahlrecht EÜR/Bilanz wenn in 2 aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr als 600.000 € Umsatz & 60.000 € Gewinn

Falls § 241 HGB nicht greift: Buchführungspflicht

Dann §141 AO: Umsatz über 600.000€ im Kalenderjahr oder Gewinn über 60.000€ im Jahr=

Buchführungspflicht 

sonst Wahlrecht EÜR/Bilanz

Personengesellschaft mit HR Eintrag

Buchführungspflicht

Buchführungspflicht

Personengesellschaft ohne HR Eintrag

keine Buchführungspflicht

Wahlrecht EÜR/Bilanzierung

Außer

 Die Umsätze übersteigen 600.000 € oder Gewinne über 60.000 €dann

Buchführungspflicht

Kapitalgesellschaft

Buchführungspflicht

Buchführungspflicht

Gesetzliche Grundlagen

Handelsgesetzbuch
§ 241a Befreiung von der Pflicht zur Buchführung und Erstellung eines Inventars

Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als jeweils 600.000 € Umsatzerlöse und jeweils 60 000 € Jahresüberschuss aufweisen, brauchen die §§ 238 bis 241 nicht anzuwenden.

Abgabenordnung (AO)
§ 141 Buchführungspflicht bestimmter Steuerpflichtige

Gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte, die nach den Feststellungen der Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb Umsätze von mehr als 600.000 € im Kalenderjahr oder Gewinn aus von mehr als 60.000 € im Wirtschaftsjahr aufweisen.

Lade dir die Übersicht als PDF herunter


Welche Steuern fallen bei einer GbR, OHG & Co an?

Welche Steuern fallen bei einer GbR, OHG & Co an? 


Grundlage der Besteuerung bildet der Unternehmensgewinn.Bei gewerblich tätigen Gesellschaften unterliegt der Gewinn der Gewerbesteuer. Auf der Ebene der Gesellschafter unterliegt der Gewinn der Einkommensteuer.

Ist die Personengesellschaft freiberuflich tätig, entfällt die Gewerbesteuerpflicht. Der Gewinn unterliegt auf Ebene der Gesellschafter jedoch weiterhin der Einkommensteuer.

Standardfall: Gewerblich tätige Personengesellschaft

Steuer

Personengesellschaft

Gewerbesteuer

Die Gesellschaft ist gewerbesteuerpflichtig.

Freibetrag: 24.500 €

Einkommensteuer

Jeder Mitunternehmer ist einkommensteuerpflichtig, für die Anteile seiner Gewerbeeinkünfte

Umsatzsteuer

Die Personengesellschaft ist umsatzsteuerpflichtig


Gewerbesteuer

Grundlage des Gewerbeertrags ist der ermittelte Gewinn. Dieser wird durch verschiedene Hinzurechnungen und Kürzungen korrigiert. Beispielsweise sind Zinsen die als Betriebsausgaben abgezogen wurden dem Gewinn wieder hinzuzurechnen.

Schema zur Berechnung der Gewerbesteuer- Personengesellschaft


Gewinn aus Gewerbebetrieb

+ Hinzurechnungen

= Summe

./. Kürzungen

= vorläufiger Gewerbeertrag

./. Gewerbeverlust

= maßgebender Gewerbeertrag

./. Freibetrag

./. 24.500 €

= gekürzter Gewerbeertrag

x Steuermesszahl

x 3,5 %

= Steuermessbetrag

x Gewerbesteuer-Hebelsatz der Gemeinde

= Gewerbesteuer

Beispielrechnung ABC GbR


Gewinn aus Gewerbebetrieb

40.000€

+ Hinzurechnungen

keine

= Summe

40.000 €

./. Kürzungen

keine

= vorläufiger Gewerbeertrag

40.000 €

./. Gewerbeverlust

-

= maßgebender Gewerbeertrag

40.000 €

./. Freibetrag

./. 24.500 €

= gekürzter Gewerbeertrag

15.500 €

x Steuermesszahl

x 3,5 % 

= Steuermessbetrag

542,5 €

x Gewerbesteuer-Hebelsatz 

Hannover Beispielstadt mit 480 %

= Gewerbesteuer

2.604 €

Einkommensteuer

Der auf den einzelnen Gesellschafter entfallende Anteil am Gesamtgewinn der Personengesellschaft (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG) sind als Einkünfte aus Gewerbebetrieb des Gesellschafters im Feststellungszeitpunkt zu erfassen und zu versteuern. Zur Anwendung kommt dabei der jeweils individuelle Einkommensteuertarif mit Steuersätzen zwischen 14 und 45 % zur Anwendung (§ 32a Abs. 1 EStG).


Thesaurierungsbegünstigung für nicht entnommene Gewinne


Jeder Gesellschafter einer Personengesellschaft kann für seinen Gewinnanteil die begünstigte Besteuerung nach § 34a EStG wählen ,sofern er den Gewinnanteil nicht entnimmt (§ 34a Abs. 1  EStG). Dann unterliegt der Gewinnanteil anstatt des persönlichen Steuersatzes dem begünstigten Steuersatz in Höhe von 28,25 %. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der Einkommensteuer und ggf. Kirchensteuer.

Bei der späteren Entnahme der einbehaltenen Gewinne müssen diese mit 25 % zzgl Solidaritätszuschlag nachversteuert werden.


Voraussetzung ist, dass der Gewinn per Betriebsvermögensvergleich ermittelt wird. Bei Errechnung des Gewinns per EÜR kann die Thesaurierungsbegünstigung nicht gewählt werden.Außerdem muss der Anteil am ermittelten Gewinn mehr als 10 % oder mindestens 10.000 € betragen.


Anrechnung der Gewerbesteuer

Bei Personengesellschaften erfolgt eine pauschalierte Anrechnung der Gewerbesteuer auf die persönliche Einkommensteuer. Die Anrechnung erfolgt in Höhe des 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrages. Die Gewerbesteuer ist keine Betriebsausgabe.

Wie gründet man eine Kapitalgesellschaft?

Wie gründet man eine Kapitalgesellschaft?

Bei Kapitalgesellschaften handelt es sich um juristische Personen. Zu den bekanntesten Kapitalgesellschaften zählt die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Aktiengesellschaft (AG) und die UG (Unternehmergesellschaft), im Sprachgebrauch auch häufig „mini GmbH“ genannt.

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Gründung einer GmbH und UG, da diese Kapitalgesellschaften bei Existenzgründern zu den beliebtesten gehören.

Gründung einer GmbH

Eine GmbH kann durch eine oder mehreren Personen gegründet werden. Dabei besitzt die GmbH eine eigene Rechtspersönlichkeit, die zu jedem gesetzlich erlaubten Zweck gegründet werden kann.

Aufgrund der eigenen Rechtspersönlichkeit einer GmbH besitzt sie sowohl eigenständige Rechten und Pflichten. So kann beispielsweise im Namen der GmbH Eigentum erworben werden oder Verbindlichkeiten eingegangen werden. Die GmbH kann darüber hinaus vor Gericht verklagt werden oder selbst als Kläger auftreten.

Überblick:

Formalitäten der Gründung

Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags unter notarieller Beurkundung.


Mindestkapital

Das Mindestkapital beträgt 25.000 €, wovon mindestens die Hälfte sofort bei Gründung als Stammkapital hinterlegt werden muss.


Geschäftsführung und Vertretung

Da die GmbH selbst eine juristische Person samt eigener Rechtspersönlichkeit darstellt, tritt die Gesellschaft selbst im Geschäftsverkehr als Kaufmann auf. Der Abschluss von Verträgen wird also durch die GmbH durchgeführt. Die GmbH besitzt demnach selbst Vermögen und ist auch selbst zur Zahlung von Steuern verpflichtet.

Die geschäftlichen Tätigkeiten einer GmbH werden von einem Geschäftsführer durchgeführt. Der Geschäftsführer ist dabei selbst Angestellter der Gesellschaft und kann sowohl der Gründer sein oder eine vom Gründer eingesetzte Person.


Haftung

Die Gesellschaft haftet in der Regel nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen.


Gewinnverteilung

Die Gewinne werden auf die Gesellschafter in Höhe ihrer Geschäftsanteile verteilt.

Schritt für Schritt Vorgehen:

1 Notarielle Beurkundung

Aufsetzen/Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags unter notarieller Aufsicht

2 Eröffnung Geschäftskontos

Mit dem Gesellschaftsvertrag wird nun ein Geschäftskonto eröffnet und Einzahlung der Stammeinlage durchgeführt. Dem Notar einen Einzahlungsbeleg des Stammkapitals übermitteln.

Handelsregistereintragung

Der Notar leitet die Gründung an das Handelsregister weiter. Spätestens zum Zeitpunkt der Handelsregistereintragung muss die Stammkapitaleinlage erfolgt sein.

4 Gang zu den Behörden

Im letzten Schritt erfolgt die Anmeldung der Gesellschaft beim Gewerbeamt, Finanzamt und der IHK.

Pros

  • Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital
  • Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten (Geschäftsführergehalt sind Betriebsausgaben die denn Gewinn verkleinern)

Cons

  • Stammkapital mindestens 25.000 €
  • Hoher zeitlicher rund finanzieller Gründungsaufwand

Gründung einer UG

Bei der UG handelt es sich nicht um eine eigenständige Rechtsform, sondern um eine Variante der GmbH. Die UG kann als Einstiegsvariante der GmbH betrachtet werden. Sie eignet sich vor allem für Gründer und kleinere Unternehmen. Die UG hat im Gegensatz zur GmbH eine Mindesteinlage von 1€, daher auch der handelsübliche Name „mini GmbH“. Vor allem bei Fragen der Haftung sind die UG und GmbH identisch und daher beliebt bei Existenzgründern.

Überblick:

Formalitäten der Gründung

Die UG wird von mindestens einem Gesellschafter gegründet. Der Gesellschaftsvertrag der UG muss notariell beurkundet werden.


Mindestkapital

Das Mindestkapital beträgt 1 €. Sacheinlagen sind verboten.


Geschäftsführung und Vertretung

Die UG wird wie die GmbH von dem Geschäftsführer geführt.


Haftung

Genau wie die GmbH haftet die UG in der Regel nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen.


Gewinnverteilung

Die Gewinne werden auf die Gesellschafter in Höhe ihrer Geschäftsanteile verteilt.

Schritt für Schritt Vorgehen:

1 Notarielle Beurkundung

Aufsetzen/Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags unter notarieller Aufsicht

2 Eröffnung Geschäftskontos

Mit dem Gesellschaftsvertrag wird nun ein Geschäftskonto eröffnet und Einzahlung der Stammeinlage durchgeführt. Dem Notar einen Einzahlungsbeleg des Stammkapitals übermitteln.

Handelsregistereintragung

Der Notar leitet die Gründung an das Handelsregister weiter. Spätestens zum Zeitpunkt der Handelsregistereintragung muss die Stammkapitaleinlage erfolgt sein.

4 Gang zu den Behörden

Im letzten Schritt erfolgt die Anmeldung der Gesellschaft beim Gewerbeamt, Finanzamt und der IHK.

UG Vor- und Nachteile 

Pros

  • Gründung bereits ab 1 € Stammkapital
  • Auch hier: Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital

Cons

  • Wie bei der GmbH: Hoher zeitlicher Gründungsaufwand
  • Gesetzliche Gewinnrücklage: 25 Prozent des Jahresüberschusses müssen im Unternehmen bleiben und dürfen nicht ausgeschüttet werden ( Ansparpflicht auf 25.000 €) 

Impressum richtig erstellen!

Was ist eigentlich ein Impressum und wieso brauche ich das auf meiner Website?

Startup Helfer Klartext

Durch das Impressum soll der Besucher klar und einfach verstehen können wer der Betreiber der Seite ist. So wie die Polizei nach einem Ausweis fragen kann, um festzustellen mit wem sie es zu tun hat, kann in diesem Fall der Besucher der Website auf das Impressum klicken um das selbe zu tun.

Für wen gilt die Impressumspflicht?


Die Pflicht zur Angabe eines Impressums gilt laut § 5 TMG für alle Dienstanbieter die geschäftsmäßig Onlinedienste anbieten.

Startup Helfer Empfehlung

 Für alle Webseiten ein Impressum hinterlegen!!!!!

Wer gilt als Dienstanbieter?
Dienstanbieter ist gemäß §2 TMG jede natürliche oder juristische Person, die eigene oder fremde Telemedien zur Nutzung bereithält oder den Zugang dazu vermittelt.

  • Natürliche Personen
  • Juristische Personen ( Unternehmen, Gesellschaften, rechtsfähige Vereine etc.)
  • Öffentliche Stellen

Wann gilt das Merkmal "Geschäftsmäßigkeit"?
Die Geschäftsmäßigkeit nach TMG ist nicht mit dem Begriff "gewerblich" gleichzusetzen. Das Kriterium der Geschäftsmäßigkeit ist breiter/allgemeiner zu verstehen. So kann z.B. auch trotz fehlender Gewinnerzielungsabsicht das kriterium der Geschäftsmäßigkeit erfüllt sein.

Bestandteile des Impressums

Folgende Informationen müssen Dienstanbieter leicht erkennbarunmittelbar erreichbar und ständig verfügbar halten (§ 5 TMG).

  • Name des Unternehmens
    a) bei Unternehmen die im Handelsregister stehen und eingetragenen Kauflauten ist der Firmenname zu nennen;
    b) bei nicht im Handelsregister eingetragenen Unternehmen ist der Vor- und Zuname anzugeben.
  • Rechtsform
    Alle Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) und Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, UG) müssen die Rechtsform angeben. Im Handelsregister eingetragene Kaufglaute führen den Zusatz „e.K.“ an.
  • Vertretungsberechtigte/-r
    Bei juristischen Personen sowie bei Personengesellschaften mit Vertretungsberechtigten sind diese im Impressum anzugeben.
  • Anschrift 
    Die Adresse unter der der Dienstanbieter niedergelassen ist. Ein Postfach reicht nicht aus.
  • Kontaktdaten 
    Die Kontaktdaten müssen eine schnelle und unmittelbare Kontaktaufnahme ermöglichen.
    Startup Helfer Empfehlung: Es wird dringend empfohlen eine Telefonnummer (kann auch mobil sein) und E-Mail-Adresse anzugeben.

Die Startup Helfer EmpfehlungZwingend Telefonnummer und E-Mail Adresse angeben. Eine Handynummer ist hier auch möglich.

  • Bei einem erlaubnispflichtigen Gewerbe 
    Angabe der zuständigen Aufsichtsbehörde mit Anschrift und möglichst mit Link.
  • Falls vorhanden 
    Das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister und die entsprechende Registernummer zu nennen.
  • Bei reglementieren Berufen 
    Zu den reglementierten Berufen zählen i.d.R. Freiberufler Angabe:.
  • zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnungdie, Bezeichnung der berufsrechtlichen Regeln
  • Falls vorhanden 
    Die Angabe der Umsatzsteueridentifikationsnummer nach § 27a des Umsatzsteuergesetzes oder eine Wirtschafts-Identifikationsnummer nach § 139c der Abgabenordnung.

  • Onlinehändler müssen auf die Online Streitschlichtungsplattform hinweisen
    Online-Händler müssen die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung mit einem anklickbaren Link verlinken.

Der Startup Helfer Vorschlag:

„Die Internetplattform zur Online-Streitbeilegung ist erreichbar unter https://ec.europa.eu/consumers/odr

Häufige Irrtümer

Die Steuernummer und die Steueridentifikationsnummer müssen nicht im Impressum angegeben werden.

Wir sind keine Juristen und möchten deshalb darauf hinweisen, dass alle Infos aus eigener Recherche und Erfahrungen stammen und daher keinen Ersatz zu einer juristischen Beratung darstellen.

IMAP und POP3: Das sind die Unterschiede

Um den Unterschied zwischen POP3 und IMAP zu verstehen muss man zunächst die Art verstehen wie E-Mails versendet werden. Wenn du eine E-Mail erhältst, wird diese zunächst auf einem Server gespeichert. Wenn deine E-Mail-Adresse mit @googlemail.com endet, werden Sie auf den Servern von Google gespeichert, bei @gmx.de auf den Servern von GMX und so weiter. Ich denke das Prinzip wird klar.

Jetzt richtest Du Deinen Account auf deinem Smartphone oder Computer ein und sollst den Eingangsserver und den Ausgangsserver eintragen. Die Werte die Du hier eintragen musst werden von Deinem Provider zur Verfügung gestellt. Das kann dann so aussehen:

POP3 und IMAP Beispiel

Doch was ist POP3 und was ist IMAP?
POP3 (Post Office Protocol Version 3) und IMAP (Internet Message Access Protocol) ist die „Art“ wie die E-Mails von Deinem Server gelesen werden.

POP3 lädt die Mails von Deinem Server runter und Speichert sie auf dem Gerät ab mit dem sie abgerufen wurde. Hierbei gibt es zwei Einstellungsmöglichkeiten über den Verbleib der E-Mail auf dem Server: 

  1. Email auf dem Server behalten                                                                       Wenn die Mails auf dem Server verweilen, muss auf jedem Gerät die E-Mail gelesen werden, damit sie als gelesen markiert wird.
  2. E-Mail automatisch vom Server löschen                      
    Wenn sie nach dem Download vom Server gelöscht wird, ist sie von keinem anderen Gerät mehr abrufbar. Die einzige Version der E-Mail befindet sich auf dem Gerät mit dem sie das erste mal abgerufen wurde

IMAP ist die moderne alternative. Hierbei wird lediglich eine Kopie der jeweiligen E-Mail erstellt und auf dem Gerät abgelegt. Die Mail bleibt auf dem Server und kann von jedem Gerät, immer und überall gelesen werden.
Wenn Sie zum Beispiel auf dem Smartphone gelesen wurde, wird sie ebenfalls auf dem PC, Tablet und jedem weiteren Gerät auf dem der Account eingerichtet wurde als gelesen markiert. Dies ist ein riesiger Vorteil, wenn man den Status einer ungelesenen E-Mail als störend empfindet und sich die Zeit sparen möchte auf jedem Gerät die E-Mail erneut anklicken zu müssen.

FAZIT:
Wenn der E-Mail Account lediglich auf einem Gerät verwendet wird, können die E-Mails mit POP3 empfangen werden. Wenn zwei oder mehr Geräte auf den selben E-Mail Account zugreifen würde ich immer zu IMAP tendieren.

Wir sind keine Juristen und möchten deshalb darauf hinweisen, dass alle Infos aus eigener Recherche und Erfahrungen stammen und daher keinen Ersatz zu einer juristischen Beratung darstellen.

Wie muss eine Rechnung aussehen?

Das Umsatzsteuergesetz (UStG) regelt, welche Voraussetzungen eine Rechnung erfüllen muss.

Pflichtangaben

Die Pflichtangaben die jede Rechnung zwingend enthalten muss regelt § 14 Abs. 4 i.V.m. § 14a Abs.5 UStG.

  1. 1

    den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,

  2. 2

    Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,

  3. 3

    das Ausstellungsdatum,

  4. 4

     eine fortlaufende Rechnungsnummer,

  5. 5

    die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,

  6. 6

    Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung,

  7. 7

    nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt,

  8. 8

     im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts,

  9. 9

    Steuersatz sowie Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag oder Hinweis auf Steuerbefreiung,

  10. 10

    bei Abrechnung per Gutschrift der Begriff "Gutschrift",

  11. 11

    ggf. Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers.

Sonderfall Kleinunternehmerregelung

Durch Anwendung der Kleinunternehmerregelung entfällt die Pflicht zur Abführung der Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer entsteht zwar trotzdem, jedoch wird sie vom Finanzamt nicht erhoben. Daher muss bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausgewiesen werden. 

Wird die Umsatzsteuer auf der Ausgangsrechnung trotzdem aufgeführt, so muss auch bei der Anwendung der Kleinunternehmerregelung die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden.

In jedem Fall ist bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung der Abzug der Vorsteuer (dh, der Umsatzsteuer auf den Eingangsrechnungen) verboten.

Eine Hinweispflicht auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung besteht nicht. ?

Es empfiehlt sich jedoch hierauf hinzuweisen. 

"Kein Steuerausweis aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)" 

Kostenlose Rechnungsvorlage

Lade dir hier die kostenlose Startup Helfer Rechnungsvorlage herunter. Rechnungsvorlage mit dem Normalfall der Umsatzsteuerausweisung und eine Vorlage für den Sonderfall Kleinunternehmerregelung.

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